Viele von uns haben von saisonalen Depressionen gehört und führen sie auf die stürmischen, dunklen Wintertage zurück. Es ist leicht zu verstehen, warum sich Menschen in den Wintermonaten schlecht fühlen, aber wussten Sie, dass der Frühling den gleichen Effekt haben kann? Frühlingsdepression ist sogenannte umgekehrte saisonale affektive Störung und es ist gut, sich dieses Kampfes um die psychische Gesundheit bewusst zu sein.
Der Frühling wird normalerweise mit einer Neugeburt und einem Wiedererwachen der Schönheit der Erde in Verbindung gebracht. Warum also sollte jemand depressiv werden, wenn ihn all diese positive Einstellung umgibt?
Kann ich nicht noch ein bisschen schlafen?
Ärzte beginnen zu glauben, dass es verschiedene Auslöser für Frühlingsdepressionen gibt. Einer davon ist der Drang, unter unserem Stapel Winterdecken hervorzukommen. Manche Menschen fühlen sich wirklich nicht bereit, ihr gemütliches Winternest hinter sich zu lassen, insbesondere wenn sie ein empfindliches Nervensystem haben oder unter Angstzuständen und/oder depressiven Störungen leiden. Da jeder um sich herum die aufgeregte Frühlingsenergie spürt, fühlt sich eine depressive Person möglicherweise dazu gedrängt, diesem Beispiel zu folgen, was dazu führt, dass neben depressiven Gefühlen auch Scham und Schuldgefühle zum Vorschein kommen. Kurzum: Manche Menschen brauchen etwas mehr Zeit, um sich wieder an das Sonnenlicht zu gewöhnen.
Aber Sonnenlicht macht glücklich, oder?
Damit kommen wir zu einem weiteren möglichen Auslöser: mehr Tageslicht. Obwohl es kontraintuitiv erscheinen mag, kann der Wechsel von Kälte und Dunkelheit zu Wärme und Licht hormonelle Veränderungen verursachen, die Stimmungsschwankungen oder Depressionsgefühle hervorrufen können. Der zirkadiane Rhythmus – diese weise biologische Uhr, die uns sagt, wann wir schlafen, essen und andere tägliche Funktionen ausführen sollen – kann durch den Wechsel der Jahreszeiten überfordert werden. Manche Menschen brauchen einfach mehr Zeit, um sich an die Wetteränderungen, die zunehmende Menge an Tageslicht und das höhere Aktivitätsniveau im Frühling zu gewöhnen.
Könnte meine laufende Nase eine Ursache für Depressionen sein?
Allergien können einen wirklich aus der Fassung bringen. Wenn der Schnee zu schmelzen beginnt und die Frühlingssonne zum Vorschein kommt, kommen Umweltgifte und Allergene in voller Stärke zum Vorschein. Manche Menschen bemerken möglicherweise nicht, dass sie an saisonalen Allergien leiden, weil sie statt einer laufenden Nase und juckenden Augen eine gewaltige Entzündung im Gehirn bekommen, die zu Stimmungsschwankungen und Depressionen führt. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Stimmungsschwankungen oder andere Anzeichen einer Frühjahrsdepression auf Allergien zurückzuführen sein könnten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Wie vermeidet man also eine saisonale Frühlingsdepression?
Es gibt ein paar Dinge, die Sie zu Hause tun können, um sicherzustellen, dass Ihre saisonale Depression Sie nicht überwältigt.
- Übung. Die tägliche Bewegung Ihres Körpers ist eine großartige Möglichkeit, Ihre Endorphine oder Wohlfühlchemikalien im Fluss zu halten. Es ist auch eine gute Möglichkeit, wieder in Form zu kommen und Ihr Energieniveau zu steigern.
- Frühjahrsputz. Das Entfernen der winterlichen Spinnweben und der verbrauchten Luft ist eine weitere Möglichkeit, dafür zu sorgen, dass Ihre Stimmung stimmt. Öffnen Sie einige Fenster, wischen Sie die im Winter vernachlässigten Bereiche ab, durchsuchen Sie Ihren Kleiderschrank und entfernen Sie Kleidungsstücke, die Sie nicht mehr tragen.
- Geh raus. Nachdem der Schnee geschmolzen ist, gehen Sie – vorausgesetzt, Sie haben Ihre Allergien unter Kontrolle – nach draußen, um ein wenig Sonnenlicht und frische Luft zu genießen. Auch wenn Sie wieder ins Bett kriechen oder sich noch etwas länger unter Ihren Winterdecken verstecken möchten, können Sie klein anfangen; Machen Sie jeden zweiten Tag einen kurzen Spaziergang, bis sich Ihr Körper an die neue Jahreszeit gewöhnt hat.
- Gönnen Sie sich Zeit zum Ausruhen. Unsere Kultur hat die Idee übernommen, im Winter mehr Zeit zum Ausruhen zu haben Ist notwendig, aber wir neigen dazu zu vergessen, dass dies das ganze Jahr über ein wichtiges Konzept ist. Nehmen Sie sich diesen Frühling ausreichend Zeit zum Ausruhen, auch wenn Sie dazu einfach die Füße auf der Veranda hochlegen und zusehen müssen, wie die Blumen wachsen und die Bienen anfangen, ihr Ding zu machen.
Frühlingsdepression kann genauso schwerwiegend sein wie der Winterblues. Wenn Sie sich deprimiert fühlen und Symptome wie Lethargie, Interessenverlust, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Müdigkeit, Konzentrationsverlust, Appetitlosigkeit oder Selbstmordgedanken verspüren, kontaktieren Sie uns ein Arzt. Auch wenn Sie möglicherweise etwas mehr Zeit brauchen, um sich an die neue Saison zu gewöhnen, könnten Sie auch professionelle Hilfe benötigen. Machen Sie Ihre geistige Gesundheit zu einer Priorität.